Die Aufzeichnung von Kundenkommunikation gilt als lästige Pflicht, kann aber bei richtiger Umsetzung Sicherheit und Effizienz bringen. In der Praxis zeigen sich jedoch immer wieder dieselben Schwachstellen.
Fehler 1: Lückenhafte Abdeckung
Viele Institute zeichnen Telefonate auf, vergessen aber Chats, Videocalls oder Gespräche über private Geräte. Wenn Kunden Aufträge über einen nicht erfassten Kanal erteilen, fehlt später der Nachweis. Lösung: alle erlaubten Kommunikationswege klar definieren und technisch abdecken.
Fehler 2: Schwer auffindbare Aufzeichnungen
Wenn Aufnahmen zwar gespeichert, aber nicht dem richtigen Kunden oder Geschäft zugeordnet sind, kostet jede Anfrage von Aufsicht oder Kunde viel Zeit. Ein guter mifid recorder verknüpft Aufnahmen mit Metadaten und bietet eine schnelle Suche nach Datum, Teilnehmer oder Stichwort.
Fehler 3: Unklare Regeln für Mitarbeitende
Wenn nicht eindeutig geregelt ist, wann und wie aufgezeichnet wird, entstehen Grauzonen. Mitarbeitende brauchen verständliche Weisungen, Schulungen und einen Ansprechpartner für Fragen. Ausserdem sollten Verstösse nachvollziehbar behandelt werden.
Weitere Punkte
Denken Sie an Aufbewahrungsfristen, Löschkonzepte und den Schutz der Aufnahmen vor unbefugtem Zugriff. Prüfen Sie ausserdem regelmässig, ob die eingesetzte Lösung mit neuen Kommunikationskanälen Schritt hält.
Fazit
Mit lückenloser Abdeckung, gut organisierter Ablage und klaren Regeln wird aus der Aufzeichnungspflicht ein verlässlicher Baustein im Compliance-System. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

