Ein Hagelsturm kann innerhalb weniger Minuten Hunderte Dellen in Dach, Motorhaube und Kofferraumdeckel schlagen. Für Autobesitzer ist das ärgerlich und verunsichernd. Mit einem klaren Vorgehen lässt sich der Schaden aber gut bewältigen.
Direkt nach dem Unwetter
Fotografieren Sie das Fahrzeug aus mehreren Blickwinkeln, bevor Sie es bewegen. Achten Sie auf Dellen, Lackschäden und gesprungene Scheiben oder Leuchten. Stellen Sie das Auto danach an einem geschützten Ort ab, damit sich kein weiterer Schaden ergibt.
Versicherung informieren
Hagelschäden sind in der Regel über die Teilkaskoversicherung gedeckt. Melden Sie den Schaden zeitnah und fragen Sie nach dem Ablauf der Schadenregulierung. Bewahren Sie Fotos und Belege auf. Klären Sie ausserdem, wie ein Selbstbehalt angerechnet wird.
Reparaturmethoden
Bei kleinen bis mittleren Dellen ohne Lackschaden kommt häufig das Ausbeulen ohne Lackieren zum Einsatz. Dabei werden die Dellen mit Spezialwerkzeug von der Innenseite zurückgedrückt, der Originallack bleibt erhalten. Bei grösseren oder tieferen Schäden oder beschädigtem Lack ist eine klassische Reparatur mit Spachteln und Lackieren nötig. Hier ist eine erfahrene Carrosserie gefragt, die Farbton und Oberfläche sauber angleicht.
Worauf Sie bei der Werkstatt achten sollten
Fragen Sie nach Erfahrung mit Hagelschäden, einem detaillierten Kostenvoranschlag und der geplanten Reparaturdauer. Eine seriöse Werkstatt erklärt, welche Methode für welches Bauteil vorgesehen ist, und gibt Garantie auf ihre Arbeit.
Vorbeugen
Wer kann, parkt bei Unwetterwarnungen in einer Garage, einem Parkhaus oder unter einem Dach. Spezielle Hagelschutzdecken helfen als Notlösung.
Fazit
Schnell dokumentieren, die Versicherung informieren und eine geeignete Werkstatt wählen: So lässt sich ein Hagelschaden meist fachgerecht und mit überschaubarem Aufwand beheben.

